Die gesetzliche Rente

Nachdem man ein Leben lang gearbeitet hat, möchte man sich im hohen Alter ausruhen und die Freiheit genießen, die der Austritt aus der Arbeitswelt eröffnet. Doch um sich einen schönen Lebensabend leisten zu können, bedarf es, trotz allem, Geld. In Deutschland existiert deshalb eine gesetzliche Rente, die normalerweise den Geldbedarf der Rentner deckt.

Wo das Geld herkommt, ist kein Geheimnis. Es wird, in Form von Sozialabgaben, den Arbeitenden vom Lohn abgezogen. Jeder Rentner hat sich den Anspruch auf seine Rente durch seine Arbeit und die damit verbundenen Einzahlungen in das Rentensystem verdient. Das schlussendlich als Rente ausgezahlte Geld hängt davon ab, wie viel in der erwerbstätigen Zeit eingezahlt wurde. Wer mehr eingezahlt hat, hat auch Anspruch auf mehr Rente.

Die gesetzliche Rente ist eigentlich eine Versicherung, die nicht nur im Falle des hohen Alters, sondern auch bei verminderter Erwerbstätigkeit oder dem plötzlichen Todeseintritt greift. Auch Leistungen zur Rehabilitation und der Verminderung einer Einschränkung der Erwerbstätigkeit sind bei der gesetzlichen Rentenversicherung vorgesehen.

Die Altersrente kann ab der sogenannten Regelaltersgrenze, die zurzeit bei 65 Jahren liegt, bis 2012 aber auf 67 Jahre angehoben wird, beantragt werden. Allerdings muss die Antragszeit von 5 Jahren beachtet werden. Das bedeutet, dass der Antrag auf Rente bereits 5 Jahre vor dem Renteneintrittsalter gestellt werden muss, wenn man sofort Rente bekommen will. Der Antrag lässt sich natürlich auch eher und später stellen, die Regelaltersgrenze stellt lediglich eine Richtlinie dar. Man kann auch bedeutend eher in Rente gehen, bekommt dann allerdings Rentenabzüge. Dies funktioniert auch andersherum, ein späteres Renteneintrittsalter hebt die Rente also an.

Bezieht man eine übliche Regelaltersrente, kann man nebenbei auch arbeiten, ohne Abschläge auf die Rente zu bekommen. Bei anderen Rentenarten sieht dies eventuell anders aus, die Verdienste werden mitunter angerechnet, was den eigentlichen Verdienst schmälert. Auch Rentnern ist es möglich mit Autowerbung Geld zu verdienen.

Kurz vor dem wahrscheinlichen Renteneintrittsalter werden seit 2002 Renteninformationen vom Rentenversicherungsträger verschickt. Dieses Informationsmaterial klärt über die zu erwartenden Leistungen und Ansprüche der Versicherten auf. Diese Informationen sollen nach einer Einführungszeit jährlich jedem Beitragszahler, der mehr als 5 Jahre eingezahlt hat, zugesandt werden. Außerdem sollen Personen, die das 55. Lebensjahr vollendet haben, alle 3 Jahre eine ausführliche Rentenauskunft erhalten.

Da das staatliche Rentensystem auf den aktuellen Einzahlungen der erwerbstätigen Schicht basiert, also kein Kapital vorhanden ist, wird es in naher Zukunft wohl öfter zu Problemen mit der Rente und deshalb auch zu weiteren Reformen kommen. Die schwindende Anzahl erwerbstätiger Menschen in Deutschland belastet das System genauso stark, wie die wachsenden Lebenserwartungen. So steht immer weniger Geld zu Verfügung, das vom Arbeitenden Teil der Bevölkerung an den nicht arbeitenden Teil der Rentner umverteilt werden kann.

 

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